BAVers

Bundesarbeitsgemeinschaft der Versicherungsämter e.V.


Aus der Rede von Heinz Spiekermann zum Abschied von Helmut Plum:

"...

Die Ära Helmut Plum als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Versicherungsämter beginnt, als er am Dienstag,
19. November 2002 bei der Jahrestagung in Bochum von den Anwesenden einstimmig in eben dieses Amt gewählt wird.

Seine erste Tagung leitet er am 8. Oktober 2003 in Viersen. Hier wird gleich die Umbenennung der Arbeitsgemeinschaft beschlossen. Aus der Arbeitsgemeinschaft der großstädtischen Versicherungsämter wird das „großstädtische“ gestrichen.

2004 ist die Arbeitsgemeinschaft zu Gast bei der Landesversicherungsanstalt Rheinprovinz. Hier besteht neben den Ausblicken auf die Organisationsreform der deutschen Rentenversicherung auch die Möglichkeit der Besichtigung der Hauptverwaltung der LVA Rheinprovinz mit Post-Eingangs- und Versandstelle, Sachbearbeitung, Rechenzentrum, Druckstraße u.a. Helmut Plum regt an, zukünftig nur noch einmal im Jahr, und zwar im Frühjahr eines Jahres, zu tagen, da im Herbst regelmäßig die Tagung der BAVers stattfindet.

Am 12. Mai 2005 trifft sich auf Einladung der Stadt Essen die Arbeitsgemeinschaft im Essener Ratssaal. Heinz Krumnack (Direktor der LVA Rheinprovinz) berichtet den Teilnehmern über Aktuelles zur Organisationsreform in der gesetzlichen Rentenversicherung. Joachim Försterling (Direktor der LVA Westfalen) nimmt Stellung zu den Auswirkungen der Gesetze über moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt (Hartz IV) auf die Rentenversicherung.

Am 18. Mai 2006  lässt sich auch die Deutsche Rentenversicherung Westfalen nicht lumpen und lädt ihrerseits die    Tagungsteilnehmer in ihr Haus ein. Hier wird erstmals auch das Programm Antrag Online vorgestellt, das mit seinem Nachfolgeprogramm von nun regelmäßig auf den Tagesordnungen stehen wird.

Hier nehmen Helmut Plum und  die Arbeitsgemeinschaft auch Abschied von ihrem langjährigen Vorsitzenden, Herrn Ernst-Wilhelm Deppe, der im Alter von nur 70 Jahren verstorben ist. Ernst-Wilhelm Deppe sei laut Helmut Plum ein sehr engagierter Kämpfer für die Interessen der Versicherungsämter, Mitbegründer der Bundesarbeitsgemeinschaft und nicht zuletzt der Initiator der elektronischen Datenverarbeitung bei der Antragsaufnahme gewesen. Er denke, man könne ohne Übertreibung sagen, ohne Ernst-Wilhelm Deppe würde es Antrag-Online für uns heute nicht oder zumindest nicht in dieser Form geben.

2007 tagt die Arbeitsgemeinschaft in Krefeld. Auch hier stehen die Orga-Reform der DRV und Antrag Online im Mittelpunkt. Aber auch das Altersgrenzenanpassungsgesetz ist ein Thema. Helmut Plum gibt bekannt, dass nunmehr die Unterlagen zu den Tagungen auch auf der Homepage der Stadt Hamm aufbereitet werden.

2008 lädt Helmut Plum die Arbeitsgemeinschaft nach Aachen ein. Themenmäßig geht es u.a. um die Finanzsituation der Deutschen Rentenversicherung und die zukunfts-sichere Rente. Namens-Cousine Monika Plum bringt den   Tagungsteilnehmern in der Mittagspause das Innenleben (Gemälde und andere Kunstwerke) des Rathauses näher.

Am 6. Mai 2009 trifft man sich im Dortmunder Rathaus. Es geht um die Weiterentwicklung der gesetzlichen Rentenversicherung, den Versorgungsausgleich und sehr ausführlich um die Ausbildung der Kolleginnen und Kollegen durch die Deutsche Rentenversicherung. Lustig wird es nach der Mittagspause, denn nun steht unerwartet der Ratssaal zur Fortsetzung der Tagung nicht mehr zur Verfügung. Kurzfristig muss die Tagung in einen anderen, wesentlich kleineren Raum verlegt werden, aber auch der steht nicht bis zum Ende der Tagung zur Verfügung. Deshalb muss Referent Ulrich Jeromin von der DRV KBS auf sein Referat verzichten.

Genau ein Jahr später, am 6. Mai 2010, genießt Helmut Plum Heimrecht. Die Arbeitsgemeinschaft trifft sich in seinem Ratssaal in Köln. Die Themen sind vielfältig, zum ersten Mal steht eAntrag Expertenversion auf der Tagesordnung. Die bei der Tagung geführte Anwesenheitsliste wird aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht mehr als Protokoll-Anlage veröffentlicht. 

Zum 5. Mai 2011 hat die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft Bahn See in den Lichthof ihrer Hauptverwaltung eingeladen. Eine Kombination aus Rentenversicherung und Bundesagentur für Arbeit hat sich gefunden. Andreas Raßmann und Elke Jauster sprechen über „Erwerbsminderungsrente und Arbeitslosengeld bei verminderter Leistungsfähigkeit“. Außerdem geht es um Rentensplitting, Unfallversicherung und Altersvorsorge.

Die nächste Station ist 2012 das Historische Rathaus in Paderborn. Hier hat Helmut Plum zum ersten Mal den Rentenservice der Deutschen Post AG ins Boot geholt. Peter-Josef Weihrauch stellt den Rentenservice vor. Außerdem werden weitere vertiefende Informationen zur Unfallversicherung gegeben und die Alterssicherung der Landwirte wird vorgestellt.

Am 3. Juni 2013 geht es ins Hochhaus. Die Arbeitsgemeinschaft tagt im Post Tower in Bonn. Es geht um Minijob, Rehabilitation und um den Antrag auf Zahlung des Sterbequartalsvorschusses, der künftig in eAntrag implementiert werden soll. Und es geht um das Thema „SEPA geht uns alle an“. Helmut hatte Bombenwetter bestellt und so ging auch ein benachbarter Biergarten den einen oder anderen noch was an.

Am 8. Mai 2014 trifft man sich nach 10 Jahren wieder im Hause der Deutschen Rentenversicherung Rheinland. Es geht u.a. um das RV-Leistungsverbesserungsgesetz, um Gestaltungsmöglichkeiten bei vorgezogenen Altersrenten und um die Entwicklung der gesetzlichen Krankenversicherung.

Und am 5. Mai 2015 geht es nach Rietberg. Der Bürgermeister stellt seine Stadt in einem unterhaltsamen Film vor. Hauptthemen der Tagung sind die soziale Pflegeversicherung und Rentenansprüche im Ausland. In der Mittagspause gibt es nach einem Imbiss einen geführten Stadtrundgang um die zuvor zu sich genommenen Kalorien gleich wieder abzustrampeln.

Und heute treffen wir uns nach ebenfalls 10 Jahren wieder in Münster bei der Deutschen Rentenversicherung Westfalen und es wird die letzte Versammlung sein, die Helmut Plum hier leitet. Ich glaube, ich kann im Namen der Versammlung sagen: Wir wünschen ihm noch eine angenehme Restarbeitszeit und für seinen anschließenden Ruhestand alles Gute und viel Gesundheit. Vielleicht können wir ihn ja ab und an auch mal als Gast in unseren Reihen begrüßen.

Ich persönlich möchte noch anmerken, dass mir die Zusammenarbeit mit Helmut immer viel Spaß bereitet hat und er mir auf jeden Fall fehlen wird."

Dank an den ehemaligen 1. Vorsitzenden Lothar Kirchner

Bei der 5. Jahrestagung der BAVers am 23.04.1997 in Nürnberg wurde Lothar Kirchner zum 1. Vorsitzenden der Bundesarbeitsgemeinschaft der Versicherungsämter gewählt, seine erste Tagung hat er dann 1998 in Bremerhaven geleitet.

Von 1998 bis 2015 haben wir unter Deiner Leitung im wahrsten Sinne des Wortes quer durch Deutschland getagt, von Nord nach Süd, von West nach Ost, nur beispielhaft erwähnt sei Bremerhaven, Kiel, München, Coburg, Aachen, Dresden, mehrmals Erkner, Dortmund, Münster und auch Köln.

Deine Aufgabe war nicht allein die Ausrichtung der Jahrestagungen, vielmehr warst und bist Du seit 1998 vor allen Dingen zwischen diesen Tagungen im Dauereinsatz für die BAVers und Deine Kolleginnen und Kollegen.

Dazu gehören beispielhaft die Abstimmung mit RV-Trägern über die notwendige Aus- und Fortbildung der kommunalen MA, Teilnahme an zahlreichen Gremiensitzungen der DRV, z.B. AGABFI, Teilnahme an den Tagungen der Landesarbeitsgemeinschaften, wann immer es Dir terminlich möglich war, Du hast zahlreiche Termine wahrgenommen mit den Ministerien auf Bundes- und Länderebene, nicht nur in Hessen als langjähriger Vors. der AhV, dazu gehörten auch Beratungen mit den RV-Trägern, insbes. DRV Bund. Den inzwischen nahezu überall sehr guten Draht zu den Rentenversicherungsträgern haben wir zum großen Teil Deinem Engagement zu verdanken. Du führtest zahlreiche Abstimmungsgespräche mit anderen Dienststellen und Behörden, z.B. dem Bundesrechnungshof, dem Bundesdatenschutzbeauftragten, dem Rentenservice der Deutschen Post, um nur einige zu nennen...

Du hast die BAVers dahin gebracht, wo sie heute steht:

Lieber Lothar,

von den Mitgliedern der BAVers und von Deinen Vorstandskolleginnen und -kollegen alles Gute und nochmals herzlichen Dank!